SCHNECKI - Kapitel VII

STAFFEL
VII

STAFFEL
VII

Einleitung:
I've seen things you people wouldn't believe.
Hells gate on fire off the endless desert of pain.
I watched demons kissing angels in eternal friendship.
All those moments will be lost in time,
like dreams in morning,
Time to wake up.

 

Season 07 - Episode 01

Die siebte Staffel beginnt -interessanterweise- mit einem neuen "Intro". Die Sonne erhebt sich über dem Meer, und blendet den Zuschauer fast. Ein Schiff schiebt sich über den Horizont, auf dem man eine Gestalt stehen sieht. In eine weisse Robe gehüllt, die das rote Kreuz der Templer auf Rücken und Brust trägt, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Plötzlich taucht hinter ihr ein schwarzer Schatten auf, der eine Sense schwingt. Die Gestalt dreht sich erschrocken um und taucht unter der Klinge hindurch, doch der Schatten ist schneller und als die Sense durch die Kapuze fährt, wacht Schnecki schreiend auf. Ein Templer sitzt an ihrer Pritsche und fragt sie, ob sie wieder denselben Traum hatte. Marias aka Schnecki nickt und erzählt dem Templer von der Gestalt. Der Ritter meint, daß sie den Tod so oft betrogen hat, daß dieser nun sein Tribut fordert. Die beiden reden ein wenig miteinander, während Marisa sich ankleidet. Das Schiff legt in einem Hafen an, der stark an eine mittelalterliche Hafenstadt erinnert. Die Ritter gehen gemeinsam mit Marisa von Bord und streben schnurstracks auf einen kleinen Laden zu, der etwas abgelegen im Labyrinth der engen Gassen liegt. Der Besitzer des Ladens, ein alter Mann mit langem schwarzen Bart, stellt sich als Achmed vor und bietet -wie es Brauch ist- den Männern Tee an. Marisa, die einen Turban und einen Helm trägt, um ihre weibliche Gestalt zu verbergen, hält sich im Hintergrund. Der Anführer der Gruppe beginnt mit Achmed zu sprechen. Dieser scheint zu wissen, wo sich der Zauberer meistens aufhält. Da die Angaben etwas "unsicher" sind, wechseln einige Goldstücke den Besitzer. Während Diese Diskussion vonstatten geht, entdeckt Marisa in einer Vitrine eine kleine tragbare Sonnenuhr. Der Sohn des Besitzers erkennt ihr Interesse und versucht sie ihr zu verkaufen, aber Achmed schreit ihm nur ein paar arabische Worte zu, die Schnecki nicht versteht, worauf der Kleine hinter einem Perlenvorhang verschwindet. Der Tempelritter ist zufrieden und bugsiert die Truppe aus dem Laden. Da der Weg zu ihrem Ziel mehrere Tagesreisen beanspruchen wird, werden die Ritter ausgeschickt um die entsprechende Karawane auszurüsten. Die Wartezeit verbringt Marisa auf dem im Hafen liegenden Schiff der Templer. Als Marisa wieder schläft, hört sie leises Klopfen an ihrer Kabinenüre. Mit einem Dolch, den man ihr gegeben hat, schleicht sie zur Türe, um diese aufzureissen.

Season 07 - Episode 02

Als Marisa die Türe aufreisst, steht der kleine Sohn von Achmed vor der Türe und sieht sie erschrocken an. Nach einem kurzen Gespräch warnt der Junge, der sich als Mohammed vorstellt, Marisa vor Gefahren, die auf dem Weg du dem Zauberer auf sie warten. Angeblich wollen Wüstenräuber die Truppe überfallen. Marisa ist der Meinung, daß die Templer und sie das schon schaffen werden. Bevor der Kleine die Kabine wieder verlässt, drückt er Marisa noch die kleine Sonnenuhr in die Hand. Marisa greift in die Tasche und gibt ihm ein Goldstück, daß in Windeseile in seinem Gewand verschwinden lässt. Danach verlässt Mohammed Marisa. Am nächsten Morgen erzählt Marisa dem Anführer der Templer von ihrem nächtlichen Besuch, spart aber die Sache mit der Sonnenuhr aus. Der Anführer beschliesst grosse Vorsicht walten zu lassen und die Templer machen sich auf den Weg. Im Morgengrauen der dritten Nacht, als der Großteil des Lagers noch schläft, nähern sich dunkle Gestalten, welche die Wachen überwältigen. Doch das Glück ist auf Schneckis Seite und so schlägt einer der Wächter Alarm. Ein wilder Kampf beginnt, und während des Getümmels wird Marisa aus ihrem Zelt gedrängt. Ihr vermummter Gegner scheint ein wahrer Kämpfer zu sein, und wirft sie zu Boden und richtet seine Pistole auf sie. Alles scheint verloren zu sein. Ein Schuss kracht, und ein blutroter Fleck entsteht auf Marisas Gewand. Im nächsten Augenblick kippt auch der Vermummte zu Boden, weil ihn eine Kugel erwischt hat. Marisas Hand fährt an die Stelle, wo sie getroffen wurde und alles wird schwarz um sie herum.
In der nächsten Szene stehen die restlich verbliebenen Templer um Schnecki herum, während ein Arzt versucht, sie wiederzubeleben. Während das geschieht, steht Marisa neben ihrem Körper und sieht dabei zu. Wiederum weiss sie, daß sie gestorben ist und hat keine Ahnung, wie sie das nun rückgängig machen soll. Jegliches Schreien hilft nichts. Die Templer wickeln sie in Tücher und trauern um sie. Schnecki wandert unterdessen durch das Lager wie ein Geist, der keine Ruhe findet. Gegen Mittag, als die Sonne am Zenit steht, bemerkt Schnecki, plötzlich eine Spinne, die sie ansieht. "Mr. Nancy", ruft sie, und die Spinne antwortet. "Ich weiss, wie du wieder leben kannst", verspricht sie Marisa, "Und da du das einzige Lebewesen warst, daß jemals freundlich zu mir war, werde ich dir diese Information umsonst geben", Marisa ist sehr froh darüber und erfährt, daß sie die Sonnenuhr, die sie von Mohammed bekommen hat, auf das Herz ihres Körpers legen muss, damit die Energie der Sonne die Magie des Gegenstandes dazu verwendet, sie wiederzubeleben. Das ist nur leichter gesagt, als getan, denn keiner der Templer weiss davon, und nachdem Schnecki nun ein Geist ist, hat sie Schwierigkeiten, diese Information zu transportieren. Trotzdem bedankt sie sich und überlegt, wie sie diese Aufgabe bewältigen könnte.


Season 07 - Episode 03

Die Episode startet mit einem kleinen Rückblick auf den letzten Teil. Marias wandelt zwischen den Zelten der Templer hin und her. Mittlerweile weiss sie, daß man sie weder hört, noch sieht. Die Leute scheinen durch sie hindurchzugehen wie durch Nebel. Als sie neben ihrem toten Körper steht, und den davor knieenden Templeritter sieht, fällt ihr plötzlich auf, daß neben ihr, all ihr Hab und Gut aufgelegt ist. Dabei entdeckt sie das Werkzeug, daß sie damals in Azazels Werkstätte bekommen hat. Als Schnecki vorsichtig danach greift, erkennt sie, daß dies der einzige Gegenstand ist, den sie bewegen kann. Eine Rückblende schlüsselt die Situation auf, denn alles, was aus der Hölle stammt, ist nicht von dieser Welt. Ergo ist es auch Geistern möglich, diese Dinge zu bewegen. Rasch nimmt sie das Werkzeug und beginnt im Sand Zeichen zu malen. Der Tempelritter glaubt seinen Augen nicht zu trauen, hat aber scheinbar in seiner Laufbahn schon mehr übersinnliches gesehen. Somit gerät er nicht in Panik, sondern liest, was Schnecki in den Sand schreibt. Wunschgemäss folgt er den Anweisungen, und als die Sonnenuhr auf ihrer Brust liegt, verspürt sie einen unstillbaren Drang, näherzutreten. Je näher sie der Sonnenuhr kommt, umso stärker wird deren Anziehungskraft. Als sie diese berührt, hat sie das Gefühl, in einen Wirbelsturm zu geraten, denn ihre ganze Erscheinung beginnt sich zu drehen und wird durch die Sonnenuhr gezogen. Mit einem Klirren zerspringt der grüne Stein, der in die Scheibe der Sonnenuhr eingelassen ist, und im selben Augenblick richtet sich Marisa auf. Mit einem tiefen Luftholen sieht sie sich um, doch sie sieht nur verschwommene Gestalten, die zusammenlaufen. "Ein Wunder", hört sie die Ritter rufen, und verliert das Bewusstsein. Immer wieder tauchen unscharfe Bilder auf, die das Innere eines Zeltes zeigen. Immer wieder Gesichter. Leise, undeutliche Stimmen. Dann erwacht Marisa. Ein Templer, der an ihrem Lager sitzt, reicht ihr eine Schale mit Wasser und erzählt ihr, daß sie drei Tage geschlafen hat. Ausserdem erzählt er von dem Wunder der Sonnenuhr und reicht Schnecki die Überreste. Die ehemals metallische Scheibe ist zu einem Klumpen verschmolzen, in dem kleine Splitter des zerborstenen Steins stecken. Marisa beschliesst, den Talisman zu behalten und die ganze Truppe macht sich auf den weiteren Weg zu dem alten Magier. Die restliche Reise verläuft ereignislos. Auch wenn der Tempelritter Schnecki immer wieder mit Fragen bestürmt, wie es gewesen sei, tot zu sein und was da genau geschehen ist, so hält sich Marisa mit Antworten zurück, da sie der Meinung ist, daß jeder diese Erfahrung selbst machen muss. Nach einer längeren Reise gelangen die Ritter zu einer Oase, in der der Mager leben soll. Da sie jedoch niemanden finden können, schlagen sie ihr Nachtlager auf. Schnecki sitzt in der Nacht auf einer Sanddüne und sieht in den Himmel zu den Sternen. Bisher hat sie so viel erlebt. Ob sie jemals wieder ein "normales" Leben führen wird?


Season 07 - Episode 04

Die Kamera schwenkt über den Nachthimmel und bleibt am Mond hängen. Das Gesicht von Marisas Schwester Vanessa scheint sich darin abzuzeichnen. Dann sieht man Schnecki, wie sie in der Wüste sitzt und den Nachthimmel betrachtet. Plötzlich hält ihr jemand einen Wasserschlauch hin. Gedankenverloren greift sie danach und nimmt einen Schluck. Erst als sie ihn wieder zurückgibt, bemerkt sie, daß es keiner ihrer Weggefährten war, sondern ein junger Mann, der aussieht, als wäre er vom Himmel gestiegen. Mit einem leisen Kreischen springt sie auf, doch die Worte des jungen Mannes beruhigen sie. Der melodische Klang seiner Stimme hat etwas hypnotisches an sich, daß sich um Schnecki legt wie ein Mantel. Sie setzt sich wieder zu ihm und fragt ihn nach seinem Namen. Er erklärt ihr, daß sein Name irrelevant ist. Marisa ist verwirrt und verunsichert, doch er erklärt ihr, daß sie endlich am Ziel ihrer Reise angelangt ist und er derjenige ist, den sie sucht. Anfangs scheint sie skeptisch zu sein und fragt, warum er nicht ein alter Mann ist, wie es doch in den Erzählungen beschrieben ist. Seine Antwort kommt prompt und ist Verständlich. Denn warum sollte er ein alter Mann sein, wenn er doch jede Gestalt annehmen kann, die er annehmen möchte. Nach und nach fasst Schnecki Vertrauen und fragt, ob er eine Möglichkeit sieht, die gefangene Seele ihrer Schwester zu befreien und ihr ihre wahre Gestalt wieder zurüchzugeben. Der junge Mann lacht, und erklärt ihr, daß sie nur eine der beiden Wünsche von ihm erfüllt bekommt. Er gibt ihr bis zum Morgengrauen Zeit, sich zu entscheiden, was ihr lieber ist. Danach beginnt sein Erscheinungsbild zu verschwimmen, bis es sich völlig aufgelöst hat. Schnecki ist verwirrt. Einerseits will sie ihre Schwester befreien, aber andererseits könnte sie endlich wieder ihre richtige Gestalt zurückbekommen. Eine schwierige Entscheidung. Sie starrt in den Himmel und befragt wortlos die Sterne. Doch die Sterne antworten ihr nicht. Als die ersten Sonnenstrahlen über die Wüste wandern, steht einer der Templer hinter ihr und fragt sie, ob alles in Ordnung ist. Schnecki nickt und bittet ihn um noch ein wenig Ruhe. Nachdem er gegangen ist, sieht Schnecki, wie die Sonne aufgeht, und am Horizont eine Gestalt erscheint. Erst unscharf, dann immer grösser werdend, spaziert der junge Mann in ihre Richtung. Als er vor ihr steht, fragt er sie, ob sie sich entschieden hat. Marisa nickt und sagt:"Die Entscheidung war nicht leicht. Nach all dem, was ich erlebt habe, weiss ich allerdings, daß meine Schwester es nicht verdient hat, in Sklaverei zu leben. Deshalb wünsche ich mir, daß sie befreit wird." Der junge Mann lächelt und nickt. Dann sagt er mit leiser Stimme:"So soll es sein, kleine Marisa". Mit diesen Worten verschwindet er. Schnecki ist vollkommen verwirrt. Was bedeutet das nun? Heisst es, daß Vanessa frei ist? Oder hat er nur einen Spass mit ihr gemacht? Ein leichter Wind beginnt über die Wüste zu wehen und es ist, als höre sie die Worte:"Vertraue mir". Da für Schnecki so gut wie nichts mehr unmöglich scheint, erhebt sie sich und geht zu den Templern zurück. Dort frühstückt sie ausgiebig und ordnet an, daß die Reise zurückgeht. Auch wenn die Templer die Beweggründe nicht verstehen, so akzeptieren sie Schneckis Entscheidung und die ganze Karawane macht sich auf den Weg zurück.


Season 07 - Episode 05

Als Schnecki in der Stadt ankommt, wartet bereits ein Bote mit einer Nachricht auf sie. Die Nachricht besagt, daß sie sich umgehend in der Moschee einfinden soll. Da Schnecki nie etwas mit Religion am Hut gehabt hat, versteht sie dies auch nicht. Trotzdem verhüllt sie sich und bewegt sich zur Moschee. Sie betritt den eigens für Frauen hergerichteten Raum, da es ja Frauen verboten ist, Männern beim Gottesdienst zuzusehen. Dort erwartet sie eine in dunkle Kleidung gehüllte Gestalt, die sie auf arabisch anspricht. Schnecki versteht kein Wort und versucht dies auch kundzutun. Plötzlich packt die Gestalt Schnecki und zieht sie an sich heran. Als Schnecki ihr in die Augen sieht, erkennt sie Vanessas Seele. Im ersten Moment ist sie schockiert und die Sprachbarriere steht zwischen den Schwestern wie eine meterhohe Mauer. Doch dann erkennt auch Vanessa Schnecki und umarmt sie so fest, daß Marisa fast keine Luft mehr bekommt. Wie soll es nun weiter gehen? Als die beiden Frauen den Gebetsraum verlassen, stoßen sie auf den kleinen Achmed. Schnecki engagiert ihn sofort als Dolmetscher und erfährt dadurch, daß Vanessa für die Voodoopriesterin arbeiten musste. Plötzlich tauchte ein Mann auf, der sie freikaufe wollte. Doch die Voodoopriesterin wollte keinen Preis akzeptieren. Erst als der Mann ihr ewiges Leben offerierte, lies sich darauf ein. Die Priesterin, die jedoch ein bösartiges Weib war, bannte die Seele von Vanessa ein eine Flasche, um den Mann zu betrügen. Dieser jedoch erkannte die List und nahm Vanessa mit sich. Um sie zu schützen transferierte er ihre Seele in den Körper einer arabischen Frau, in dem sie nun gefangen war. Schnecki ist entsetzt und glücklich zugleich. Der junge Achmed, der diese Geschichte für Schnecki übersetzt, empfielt den Frauen einen Dschinn zu suchen, der mit den klassischen drei Wünschen alles wieder ins Lot bringen kann. Doch Dschinne sind nicht gerade wie Sand am Meer. Wartet da ein neues Abenteuer auf Schnecki? Als die beiden zurück zu den Templern gehen, werden sie Zeugen eines Handgemenges, in dem es um den Diebstahl einer kleinen Lampe geht. Natürlich wird sich nun jeder denken, daß dies eine Wunderlampe ist, aber die Zuseher dieser Episode werden hier nur getäuscht. Die Macher der Schnecki-Geschichten wollen hiermit die Fans nur auf eine falsche Fährte locken. Dies kommt aber erst am Ende der Episode heraus. Die beiden Frauen kommen zu den Templern, wo Schnecki mit den Templern bespricht, was nun weiter zu tun ist. Diese erklären ihr, daß sie ihren Auftrag beendet haben und nun zurück zum Tempel reisen. Dort wird man beratschlagen, was man weiter tun kann. Auch wenn Schnecki das nicht recht zu sein scheint, so hat sie doch kaum eine Möglichkeit diese Entscheidung abzuwenden. Also geht die Reise zurück.


Season 07 - Episode 06

Marisa und Vanessa kommen zurück zu den Templern und Otto. Otto hat mittlerweile etwas an Gewicht zu sich genommen, zumal man ihn anbetet, als sei er ein Gott. Die Situation ist rasch erklärt, und Otto erklärt, daß die einzige Möglichkeit, einen Dschinn zu finden irgendwo im tiefsten Russland liegt. In den Schriften wird von einer kleinen Gruppe erzählt, die verfluchte Gegenstände sammelt. Diese Gruppe lebte ursprünglich in England, musste jedoch fliehen, als sie bemerkten, daß die gesammelten Gegenstände ein zu großes Gefahrenpotential darstellten. Dazu gingen sie nach Russland, wo man sie nicht so leicht finden würde. Schnecki wird das ständige Reisen langsam zu viel und sie hofft, daß sich dort endlich das Ende ihrer langen Reise befinden wird. Ausserdem hat sie das Gefühl, daß sie in diesem menschlichen Körper auf Dauer nicht bleiben möchte. Trotzdem nimmt sie für Vanessa diese schwere Reise auf sich. Mit Schiff und Zug geht es ab in Richtung Sibirien. Vanessa bleibt bei Otto und den Templern, da sie Schnecki auf ihrer Reise nur behindern würde. Im Zug begegnet Schnecki ein Frau, die sie vor den Gefahren des Nordens warnt. Doch bleibt Schnecki unbeirrt. Die Reise dauert lange, und sie hat genug Zeit, ein wenig Tagebuch zu führen. Auch wenn ihr niemals jemand ihre Geschichte glauben wird, so entspannt es sie. Als Schnecki einschläft, träumt sie von Armin, der sie in den Arm nimmt und ihr erklärt, daß sie auf dem richtigen Weg ist. Auch wenn Schnecki es nicht glauben kann, erklärt Armin ihr, daß sie bald am Ende ihrer langen Reise anlangen wird. Als Schnecki endlich nach langer Zugfahrt ankommt, und auf einen Hundeschlitten umsteigen muss, glaubt sie stellenweise, erfrieren zu müssen. Doch endlich nach einigen weiteren Tagen voll der Kälte entdeckt sie eine kleine Niederlassung die der Gruppe gehört, die sie sucht. Halb erfroren und ausgehungert nehmen sie die Menschen auf. Auch wenn sie voller Skepsis sind, würden sie niemals einen Menschen erfrieren oder verhungern lassen. Nach einigen heissen Teetassen geht es unserem kleinen Helden besser. Langsam, nach und nach äussert Schnecki den Grund ihres Besuches. Der Anführer der Gruppe lächelt bei ihrer Geschichte und erklärt ihr dann mit traurigen Worten, daß sie vor Jahren einen Dschinn besaßen, dieser aber mittlerweile verschwunden sei. Der Bann, der ihn in seiner Lampe hielt, schien mit der Zeit zu zerbrechen und irgendwann entkam er ihnen. Und keiner wollte sich auf die Suche machen, zumal er kosmische Kräfte hatte. Schnecki verzweifelt ob dieser Meldung vollkommen. Die Kälte, die Entbehrungen der Reise und dann noch diese Nachricht. Schnecki bricht zusammen und stirbt.


Season 07 - Episode 07

Als Schnecki ihre Augen öffnet, ist das Erste, daß sie sieht, eine riesige, gelbe Blume. Auch fühlt sie sich wieder sehr wohl. Nach und nach erkennt sie, daß wieder ihre alte Form hat, und offenbar auf einer Blumenwiese liegt. Völlig verwirrt sieht sie sich um. Es ist, als wäre ihr alles vertraut. Alles bekannt und sie fühlt sich vollkommen sicher. Als sie den Weg entlangkriecht, sieht sie ihre Eltern, die in einem hohlen Baumstamm wohnen. Schnecki kriecht zu dem Baumstamm und kann ihr Glück nicht fassen. Ihre Eltern begrüssen sie und die Freude ist gross. Trotzdem ist Schnecki vollkommen verwirrt. Ihr ist nicht klar, wie sie hierherkommt, und was das hier überhaupt ist. Erst nach und nach erkennt sie, daß sie scheinbar tot ist, und sich im Paradies befindet. Die Eltern umsorgen sie wie sie es sich schon immer gewünscht hat, sie bekommt nur Essen, daß sie immer geliebt hat und auch auf der Wiese scheint ein endloser Sommer zu herrschen. Doch nach einiger Zeit beginnt sich Schnecki Gedanken um ihre Schwester zu machen. Auch wenn die Eltern sie immer wieder beruhigen und ihr Vertrauen einflössen, so kann Schnecki dennoch nicht vergessen, daß ihre Schwester noch auf der Erde weilt. Schnecki beschliesst, das Paradies hinter sich zu lassen, und zurück auf die Erde zu reisen, um ihrer Schwester wieder beizustehen. So macht sie sich also auf, um den Ausgang des paradiesischen Gartens zu finden. Es dauert einige Zeit, bis Schnecki erkennt, daß dieser Garten nicht verlassen werden kann. Immerhin ist das Paradies überall, und wenn man das einmal erkannt, wird es immer um einen sein. Schnecki beginnt nach und nach zu verzweifeln. Doch dann fällt ihr ja ein, daß es einmal eine Geschichte gab, wonach man von einem Baum essen musste, um den Ausgang aus dem Paradies zu finden. Doch niemand hier im Paradies kann Schnecki sagen, wo dieser Baum ist, da ihn der Meistergärtner nach dem letzten Faux pas wohl versteckt hat. Doch Schnecki ist von sich überzeugt, denn sie hat schon so einige andere Herausforderungen bestritten..

 


Season 07 - Episode 08

Schnecki löchert ihre Eltern mit Fragen, wo der Baum der Erkenntnis sein könnte. Doch die Eltern wollen oder können ihr nicht helfen. Also macht sich Schnecki wieder mal auf die Suche. Laut der Geschichte war es ja eine Schlange, die den Menschen geholfen hat, aus dem Paradies zu entfliehen. Nur existieren im Paradies keine Schlangen mehr. Nachdem Schlangen allerdings von echsenartigen Vorfahren abstammen, beschliesst Schnecki, einfach einen Salamander zu fragen, den sie mehrmals in letzer Zeit am Fluss gesehen hat. Als sie zum Fluss kommt, liegt der Salamander, sich genüsslich sonnend auf einem Stein. Nach einigem Hin- und her lässt er sich dann breittreten, Schnecki zu verraten, daß der Baum der Erkenntnis laut seinem Instinkt im Zentrum des Gartens steht, jedoch für alle Lebewesen die hier existieren, tagsüber nicht sichtbar ist. Schnecki überlegt, wie sie den Baum finden könnte. Sie besinnt sich darauf, daß im Paradies alles möglich ist, und kriecht zu der Wiese, die sich mitten im Garten Eden befindet. Dort angelangt, wartet sie, bis es Nacht wird. Doch als die Sonne untergeht, wird Schnecki müde und schläft ein. Erst am nächsten Morgen erwacht sie wieder. Nach und nach beginnt sie zu erkennen, daß hier feste Regeln existieren und alle Lebewesen bei Sonnenuntergang einschlafen. Doch nicht mit Schnecki. Immerhin hat sie ja in Azazels Höllenwerkstatt gearbeitet. Und dort hat sie auch gelernt, höllischen Kaffee zuzubereiten, der einen über lange Nächte wach hält. Also brüht sie Kaffee und im zweiten Versuch schafft sie es, den Baum der Erkenntnis zu finden. Sie pflückt eine Frucht und schlingt einen Bissen hinunter. Die Strafe folgt auf dem Fusse und sie wird aus dem Paradies verbannt. Alles wird dunkel um sie. Als sie die Augen wieder aufschlägt, liegt sie frierend auf einem Feldbett während sich wieder im Norden Russlands befindet. Nur um festzustellen, daß sie um ein Haar am Tode vorbeigegangen ist.


Season 07 - Episode 09

Nach und nach beginnt Marisa sich wieder zu erholen. Auch wenn die Nachricht, daß der Dschinn entkommen sei, sie stark beschäftigt, so will sie sich dennoch auf die Suche machen. Als sie dem Anführer der Gruppe, das unterbreitet, versucht er sie umzustimmen. Sie weiss ja nicht einmal, wo sie mit ihrer Suche beginnen soll. Trotzdem ist Schnecki fest davon überzeugt, dies tun zu müssen. Nichts und niemand wird sie von ihrem Vorhaben abbringen. Sie hat einen eisernen Willen. Der Anführer fragt sie nach den Hintergründen und Schnecki erzählt, was ihr so in den letzten Jahren alles geschehen ist. Dies beeindruckt den Mann und er versteht, warum Schnecki unbedingt den Dschinn finden möchte. Als Schnecki ihre Sachen zusammengepackt hat, um die Gruppe zu verlassen, bittet der Anführer sie, zu bleiben. Marisa schüttelt den Kopf und lehnt ab. Erst als Schnecki schon fast am Hundeschlitten angelangt ist, offenbart der Anführer der Gruppe, daß er ein Dschinn ist. Marisa fällt aus allen Wolken. Er erklärt ihr, daß so viele nach ihm suchen, daß er niemandem trauen kann. Aber sie hat sein Herz berührt, und deshalb wird er ihr helfen. Schnecki wünscht sich, daß ihre Schwester wieder in ihrer ursprünglichen Gestalt, und in der Obhut der Tempelritter ist. Der Dschinn fragt Schnecki nochmals, ob sie nicht lieber ihrer eigene Gestalt wieder zurück möchte, doch Marisa lehnt ab. Sie wird schon einen Weg finden, wieder ihre ursprüngliche Form zurückzuerlangen. Der Dschinn ist gerührt und schnippt mit den Fingern. Atemlose Stille. Nichts verändert sich. Marisa sieht sich um. Doch der Dschinn lacht nur. Er hat ihren Wunsch erfüllt. Jetzt kann sich Marisa auf den Weg zurück zu ihrer Schwester und zu Otto machen.


Season 07 - Episode 10

Wieder bei den Tempelrittern angekommen, wird Schnecki von allen mit Freude begrüsst. Ihre Schwester hat ihre richtige Gestalt wieder und Otto sieht richtig vollgefressen aus. Nach langem ausführlichem Erzählen der Geschichten, die ihr widerfahren sind, beschliesst Marisa die Bibliothek der Tempelritter zu konsultieren. Die Zeit vergeht, und Schnecki studiert einiges an Werken. Sie findet immer wieder interessante Hinweise, aber nichts von alledem hilft ihr weiter. Als sie schon aufgeben möchte, entdeckt sie eine handschriftliche Aufzeichnung eines Archäologen, der in Afrika bei einem Stamm gesehen haben möchte, wie sich der Medizinmann in eine Hyäne verwandelt hat. Sie geht dieser Spur natürlich nach und beschliesst, sich auf den Weg nach Afrika zu machen. Wiedereinmal steht ihr eine lange, beschwerliche Reise bevor. Vanessa und Otto wollen sie fast nicht gehen lassen, entschliessen sich jedoch dann Schneckis Wunsch zu respektieren. Die Reise nach Afrika verläuft ruhig und stressfrei. Der Aufzeichnung folgend, gelangt Schnecki dann zu dem Stamm der sich "Apahondra" nennt. Anfangs ist der Medizinmann nicht besonders erfreut, doch nach und nach scheint er zu erkennen, daß Marisa in Wirklichkeit eigentlich eine Schnecke in Menschengestalt ist. Er willigt ein, ihr das Geheimnis des Formwandelns zu verraten. Ein grosses Ritual wird vorbereitet.

Season 07 - Episode 11

Die Sonne geht unter, und der Medizinmann bereitet Marisa auf ihren ersten Formwandel vor. Während des Rituals nimmt Schnecki unterschiedlichste Formen an. Immer wieder wandelt sie sich in jene Gestalten, die ihr im Laufe ihrer Reisen begegnet sind. Der Medizinmann erkennt, daß Schnecki in einer Identitätskrise steckt, zumal sie so lange in einer anderen Gestalt war. Er bricht das Ritual ab, und Schnecki bleibt vorerst in ihrer menschlichen Gestalt. Frustriert und traurig weint sich Marisa in den Schlaf, doch als sie am nächsten Morgen erwacht, ist sie alleine. Das ganze Dorf ist verschwunden. Nur die Tempelritter, die mit ihr gezogen sind, liegen schlafend um sie herum. Als sie diese aufweckt, können auch sie sich nicht erklären wo der Apahondra-Stamm hinverschwunden ist. Beim Zusammenpacken der Sachen findet Schnecki ein Stück Tuch, in das geflochtene Haare gewickelt sind. Die Schrift auf dem Tuch kann sie nicht entziffern, aber sie ist sich sicher, daß dies in der Bibliothek der Templer zu schaffen ist. Also reist die ganz Gruppe wieder nach Hause.

Season 07 - Episode 12

Als Schnecki daheim angekommen ist, trifft sie auf Otto und Vanessa. Nach einigen Tagen der Ruhe beginnt sie sich in der Bibliothek der Templer durch die Bücher zu wühlen. Keines der Bücher kann ihr Aufschluss darüber geben, was geschehen ist. Auch die ältesten Tempeldiener scheinen ihr nicht zu helfen können. Immer wieder macht sie sich Notizen und versucht Zusammenhänge zu finden. Als sie eines Abends bei Kerzenlicht über die Pergamente siniert, und mit dem geflochtenen Haar spielt, entdeckt sie ein Buch, welches von den Propheten erzählt. Diese schienen eine Gruppe von göttlichen Wesen gewesen zu sein, die beschlossen hatten, die Erde zu verlassen, um die Menschen in ihrer eigene Entwicklung nicht zu beeinflussen. Angeblich blieb einer der Propheten jedoch zurück um zu predigen. Die Menschen jedoch schienen mit seinen Erzählungen nichts anfangen zu können, und vertrieben ihn aus Angst. Laut der Legende zog er sich in die Einsamkeit zurück und begann seine Prophezeihungen aufzuschreiben. Dazu bediente er sich eines Pinsels, den er aus seinem eigenen Bart flocht während er sie mit seinem Blut schrieb. Dies schien auch die Grundlage des Spruches: "Beim Barte des Propheten" zu sein. Laut der Legende wurde alles, was er mit diesem Pinsel schrieb zur Realität. Während Schnecki so vertieft in diesem Buche liest, fällt ihr das Haarteil auf, daß sie permanent in den Fingern hält. Ein Lächeln geht über ihr Gesicht und sie taucht die Haare in die Tinte. Als sie den Satz:"Und Schnecki gelangt wieder zu ihrere ursprünglichen Gestalt" zu Ende geschrieben hat, bemerkt sie plötzlich wie sich alles um sie herum verändert. Scheinbar hat sie es geschafft. Des Reisens müde will sie nur mehr ein normales Leben führen. Also schreibt sie dies in krakeligen Buchstaben auf das Pergament. Natürlich wird ihr klar, daß sie mit diesem Pinsel das mächtigste Artefakt des Planeten besitzt. Auf all ihren Reisen hat sie schon so viel gesehen und erkennt auch, daß dieses Artefakt keinesfalls in die falschen Hände fallen darf. Also tupft sie die Worte:"Und der Bart des Propheten kehrt zurück zu seinem ursprünglichen Besitzer". In dem Moment, als sie den Punkt an das Ende des Satzes setzt, verschwindet der Pinsel, und die Türe öffnet sich. Auch wenn sie nun einen Punkt ihn ihrem Leben erreicht hat, an dem sie weiss, daß ihre weite Reise zu Ende ist. Trotzdem ist ihr klar, daß auch in einem "normalen" Leben noch viele weitere Abenteuer auf sie warten...

THE END

 

Damit endet die Geschichte von "Schnecki"... Diese letzte Episode ist Silvia und Tom gewidmet. Ich hatte die Ehre auf deren Hochzeit - korrektur: auf deren PERFEKT organisierten Hochzeit eingeladen zu sein. Ich wünsche den beiden die allerbeste Zukunft und möchte hinzufügen, daß auch in ihrem Leben noch einge wunderbare Momente und Abenteuer auf sie warten....

 

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